Ursprünglich stammt die Kapuzinerkresse aus Süd- und Mittelamerika. Die Inka nutzen sie schon als Heilpflanze. Bei uns ist sie eigentlich kaum noch von großem Interesse und man muss sie wirklich schon suchen. Das ist eigentlich recht schade. Wir hören sooft, dass diese Pflanze altbacken sei. Die hätte die Oma ja auch immer schon im Garten gehabt. Wir haben allerdings sehr große Freude daran und finden sie weder langweilig, noch altbacken. Wir nehmen die gelben und orangen Blüten und die jungen Blätter sehr gern mit in den Salat. Sie haben einen angenehme Schärfe durch das enthaltene Senföl und erinnern ein wenig an Rettich. Knospen und junge Samenstände kann man sehr gut einlegen, ähnlich wie Kapern. Was aber auch nicht zu verachten ist: Kapuzinerkresse ist sehr dekorativ! Die runden Blätter schattieren sehr gut die Töpfe von Kübelpflanzen, daher nehmen wir sie sehr gern als Unterpflanzung. die wächst leicht schlingend bis kriechend und hängt somit gut über den Topfrand.
Die große Kapuzinerkresse ist einjährig und muss jedes Jahr neu gesät werden. Auch wenn in der Literatur immer wieder zu finden ist, dass diese Pflanze vollsonnig stehen kann, sollte sie unbedingt in den Halbschatten. Bei intensiver Sonne und Temperaturen ab 35 Grad verbrennen die Blätter. Daher nicht unbedingt der Mittagssonne aussetzen :)
Inhalt ca. 20 Korn